Durch die Änderung der Anforderungen an die Schadstoffsanierung wurden bzw. werden neue, wirtschaftlichere Sanierungsalternativen entwickelt. Vorausgesetzt, dass die Schadstofffahne hinreichend bekannt ist, werden natürliche Abbau- und Rückhalteprozesse (Natural Attenuation, NA) zunehmend berücksichtigt.
Überprüfungen langlaufender Pump-and-Treat-Maßnahmen ergeben unter Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminderungsprozesse häufig kostengünstigere Sanierungsalternativen.
Reichen die natürlichen Abbau- und Rückhalteprozesse für eine Elimination der Schadstoffe nicht aus, kann durch Stimulierung des Abbaus — z. B. durch Cosubstrate — eine vollständige Umsetzung in unschädliche Stoffe erfolgen.
Im Zuge der Optimierung einer Pump-and-Treat-Maßnahme konnte durch die Stimulation des mikrobiellen Abbaus von Chlorethenen ein Pilotversuch erfolgreich abgeschlossen werden. Im vorliegenden Fall wurde eine deutliche Kosteneinsparung durch die Reduzierung der Sanierungsdauer erreicht.